Das Umkehrdachsystem mit ROOFMATE
Tragende Konstruktion – Betondecke
Die Betondecke übernimmt die tragende Funktion des Daches und ist gemäss der statischen Berechnung auszuführen. Das Gefälle auf der Ebene der Dachabdichtung muss gemäss SIA 271 für alle Flachdachaufbauten durchgehend mindstens 1,5% betragen.
Die Dachentwässerung ist so auszubilden, dass ein langfristiges Überstauen der Wärmedämmplatten ausgeschlossen ist. Ein kurzfristiges Überstauen, z.B. während intensiver Niederschläge, kann als unbedenklich angesehen werden.
Leichtdachkonstruktionen (unter 300 kg/m2) können ebenfalls als Umkehrdach ausgeführt werden, wenn diese einen Mindest-R-Wert (Wärmedurchlasswiderstand) von 0,15 m2 K/W aufweisen.
Abdichtung
Die Abdichtung übernimmt beim Dach eine der wichtigsten Aufgaben. Sie schützt den Baukörper vor Durchfeuchtung. Die Abdichtung wird grundsätzlich nach den einschlägigen Regeln und Normen und nach den Hinweisen der Hersteller ausgeführt. Sie muss lagesicher erstellt werden.
Eine Dampfsperre ist im Umkehrdach nicht notwendig, weil es sich um ein diffusionsoffenes Flachdachsystem handelt.
Ein Schutz der Abdichtungslagen vor hohen Temperaturwechseln oder auch mechanischen Belastungen während der Bauphase ermöglicht eine lange Lebensdauer des Daches. Diese Schutzfunktion übernimmt beim Umkehrdach die ROOFMATE™ oder FLOORMATE™ Platte.
Die Abdichtung bei Umkehrdächern wird vorzugsweise mit vollflächig auf den Untergrund aufgeschweissten oder verklebten Polymerbitumen-Dichtungsbahnen ausgeführt.Bei dieser Verlegeart der bituminösen Abdichtung kann eine Wasserhinterläufigkeit zwischen Betondecke und Abdichtung ausgeschlossen werden. Leckagen können einfach lokalisiert und somit schnell und preiswert behoben werden. Dies spielt besonders bei genutzten Dachflächen eine wichtige Rolle. Hinzu kommt, dass bei zweilagigen Abdichtungen die erste Abdichtungslage die Funktion einer Notabdichtung während der Bauphase übernimmt. Die wesentlichen Umkehrdachvorteile gelten aber auch für andere Abdichtungsmaterialien.